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Schwarz-Gruppe übernimmt real.de für Kaufland

Zum 25. Juni sollen alle Real-Filialen sowie die dazugehörigen Digitalgeschäfte und der Onlinemarkt real.de den Besitzer wechseln – das berichtete Einzelhandelaktuell.de erst vor wenigen Tagen. Doch schon jetzt gibt es neue Information rund um die Zerschlagung der einstigen Metro-Tochterfirma.

Schwarz-Gruppe greift als erstes zu

Kaufland und EDEKA sind interessiert an insgesamt etwa 140 der 270 Filialen. Sie werden voraussichtlich das Größte Stück des Kuchens abnehmen. Doch die Schwarz-Gruppe, zu der Kaufland und Lidl gehören, hat schon jetzt ein ordentliches Stück genascht. Die Schwarz-Gruppe hat demnach bereits nach dem Digitalgeschäft und dem Online-Marktplatz real.de gegriffen. real.de gehört zu den größten Online-Marktplätzen in Deutschland und verfügt über eine langjährige Expertise und Erfahrung im Online-Geschäft, schreibt die Schwarz-Dienstleistungs KG in ihrer Pressemitteilung.

Kaufland verstärkt Onlinehandel durch real.de

In der Corona-Krise hat sich der Onlinehandel zum optimalen Marktplatz gemausert. Im Vergleich zum Rest Europas wächst dieser hier langsamer. Die Pandemie aber hat nun einen Boom ausgelöst. Kaufland jedoch war bis dato eher auf den stationären Handel beschränkt und nutzte diese Möglichkeiten kaum. Mit der Übernahme von real.de und der Umbenennung in Kaufland möchte das Unternehmen das ändern und mit auf dem Schnellzug E-Commerce aufspringen.

„Real.de ist ein wesentlicher Baustein unseres künftigen Angebots. Die Kombination aus stationärem Geschäft und Online-Handel wird uns zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.“ Rolf Schumann, Vorstand Digitalisierung der Schwarz-Gruppe.

real.de Online-Marktplatz-Netzwerk

Erst im vergangenen November hatte real.de ein Online-Marktplatz-Netzwerk gegründet (Einzelhandelaktuell.de berichtete). Davon könnte nun auch Kaufland profitieren. Denn in einer einjährigen Testphase prüften die vier europäischen Online-Marktplätze real.de, Cdiscount (Frankreich), eMAG (Rumänien) und ePrice (Italien)  das International Marketplace Network (IMN). Es soll rund 30.000 aktiven Händlern der Marktplätze Zugang zu mehr als 230 Millionen potentiellen Kunden in Europa verschaffen.

„IMN verkörpert die Idee eines grenzenlosen Europas und eines barrierefreien Online-Handels. Dieses Konzept nutzt die Stärken Europas, wie regionale Vielfalt und hohe Standards bei der Produkt- und Datensicherheit. Das heißt, Händler aller Größenordnungen können sich mit IMN unabhängiger vom e-Commerce Giganten Amazon machen. Das Risiko ließe sich mit wenig Aufwand auf verschiedene Kanäle verteilen und nachhaltiger wachsen“, erläuterte Patrick Müller-Sarmiento, CEO von real.

Pressefoto IMN

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