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Verschlüsselte Durchsagen im Supermarkt

Verschlüsselte Durchsagen im Supermarkt

In nahezu allen Supermärkten, Drogerien, Baumärkten und Co sind sie Gang und Gebe: Verschlüsselte Zahlencodes, mit denen sich die Mitarbeiter im ganzen Gebäude verständigen. Zugegeben: Beim Einkaufen achten wir eher auf das uns suggerierte Angebot oder auch auf unseren Einkaufszettel. Anders sieht es allerdings bei den Durchsagen der Kassiererinnen und Kassierer aus. Und doch hat sie bestimmt schon jeder einmal gehört: Kuriose Zahlenkombinationen, die Mitarbeiter in die Mikrofone sprechen. Verschlüsselte Durchsagen: Was steckt dahinter?

Achtung Durchsage: Kunden rätseln über geheime Codes

Auf der Suche nach dem einen Artikel, der uns noch fehlt, zieht unser Blick durch die Regale des Supermarktes. Plötzlich wird eine Durchsage ausgerufen. „Die 112 an die 14, die 112 an die 14 bitte“. Ein Mitarbeiter lässt alles stehen und liegen. Er setzt sich in Bewegung und schreitet gezielt durch den Verkaufsraum. Was ist passiert? Wo will er hin? Was verheimlichen uns die Kassierer mit ihren geheimen Codes?

Zahlencodes zur diskreten Verständigung

Im Supermarkt sind die Aufgaben klar verteilt. Wer kassiert, sitzt an den Kasse, wer Waren verräumt, ist in der jeweiligen Abteilung. Doch ab und an, wenn Not am Mann ist, rufen Mitarbeiter konkret nach Unterstützung. Ob es nun eine einfache zweite Kasse ist, die eine bestimmte Kollegin besetzten soll oder eine ganz andere Dringlichkeit: Mit Hilfe der Zahlencodes in den Durchsagen versucht der Handel, Kunden ungestört einkaufen zu lassen. Sie sollen nicht vom üblichen Arbeitsalltag der Mitarbeiter abgelenkt oder gestört werden. Es geht dabei ein Stück weit um Diskretion. Wer möchte schon gern durch einen 1000-Quadratmeter großen Verkaufsraum brüllen, dass er ganz dringend auf die Toilette muss?

Bestellungen zur Kassenkraft

Aber nicht nur die Frage nach den Toilettengängen wird gern codiert. Kassiererinnen und Kassierer dürfen ihren Platz nur nach Absprache verlassen. Da ist es in der Regel einfacher, über die Lautsprecher Durchsagen nach Preisen oder Wechselgeld auszurufen. Sie erregen wesentlich weniger Aufsehen, als die direkte Aufforderung. Wenn es um weitere Kleingeld-Rollen oder Scheine geht, nutzen Kassierer daher die Zahlencodes.

Sicherheit Dank geheimer Durchsagen

Sie bedeutet auch ein Stück weit Sicherheit: Wenn ein Kind beispielsweise verloren geht, sollen die Mitarbeiter die Augen offen halten – ohne übrige Außenstehende auf das unbeaufsichtigte Kind aufmerksam zu machen. Selbst der familiärste Markt ist immer noch ein öffentlicher Raum, der fremde Besucher zulässt: Auch sie könnten eine Gefahr für das Kind bedeuten. Daher ist die Nutzung hauseigener Codes nie grundlos.

Alarmbereitschaft ohne Panik

Eine unauffällige Alarmierung ist zudem auch beim Verdacht eines Diebstahls äußerst sinnvoll. So bemerkt der vermeintliche Ladendieb nicht, dass die Security schon auf dem Weg ist. Im seltenen Fall einer Evakuierung sorgen verschlüsselte Durchsagen für weniger Unruhe: Das Team kann alles in die Wege leiten, sich vorbereiten und strukturiert handeln, ohne die Massen in Panik zu versetzen.

Fazit: Einen genormten Regelfall, was welche Codes bedeuten, gibt es nicht. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Wenn sie ausgerufen werden, kümmert sich das Team stets darum, zum Wohl aller beteiligten Marktbesucher zu handeln. Bei den meisten Codes handelt es sich lediglich um kleinere Hinweise für die Mitarbeiter.