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Verpackungen: umweltfreundliche Alternativen in Sicht

Es gibt Handlungsbedarf, und das nicht zu knapp. Dass Müllmassen und Plastikabfälle unsere Umwelt gefährlich bedrohen, ist schon lang publik.  Bis 2030 soll damit Schluss sein – zumindest im Eigenmarkenbereich der REWE Group. Das Unternehmen spricht nicht nur von Reduktion. Die REWE Group hat einen konkreten Plan zur Umsetzung.

Hygienisch, praktisch und unversehrt:  Welche Verpackungen kommen in Frage?

Plastik wird in Zukunft immer seltener genutzt. Alternative Verpackungsmaterialien stehen hoch im Kurs. Aber auch Sekundärrohstoffe wie Recyclingpapier oder Kunststoffrezyklat sind gefragter denn je. Die REWE Group setzt bereits erste Ideen um, die Verpackungen im Eigenmarkengenre reduzieren sollen. Das Ziel des Einzelhandelsunternehmens ist klar definiert. Geplant ist der 100-prozentige Verzicht auf Primärplastik. Es klingt wie ein Mammutprojekt, doch mit klaren, umsetzbaren Schritten ist das ehrgeizige Ziel durchaus zu erreichen.

Die Wege und Strategien dahinter sind vielfältig

Bis 2030 stellt die REWE Group alle Verpackungsmaterialien der Eigenmarkenreihe auf umweltfreundliche Alternativen um. Bis heute wurden bereits über 1 400 Artikelverpackungen umweltfreundlicher konzipiert. Dadurch sparen allein REWE und Penny mehr als 8 200 Tonnen Kunststoff pro Jahr ein.

Wie sollen die Verpackungen in Zukunft aussehen?

Es wurde bereits über Pflanzenfasern, Natural Branding und Graspapier diskutiert. Heute gibt es bereits 144 Verpackungen bei REWE und Penny aus Kunststoffrezyklat. Dessen Anteile pendeln jeweils zwischen 10 bis 100 Prozent.  32 Verpackungen der Einzelhandelsgesellschaft bestehen aus wiederverwerteten Materialien aus dem gelben Sack. Somit spart die REWE Group jährlich mehr als 5 340 Tonnen Primärkunststoff ein.

Vielversprechend sind vor allem Recylingmaterialien. Doch nicht alle anfallenden Verpackungsabfälle eigenen sich. Grund dafür: Zur Weiterverwertung ist ein sauberer Ausgangsstoff vonnöten. Derweil kommen dafür lediglich Materialien aus dem Kreislauf der PET-Pfandflaschen in Frage. Die Herausforderung bei der Aufarbeitung ist einleuchtend: Um einen effizienten Nutzen zu erzielen, müssen die Verfahren ebenso umweltfreundlich wie kostengünstig sein. Keine leichte Aufgabe. Verbraucher, Anbieter sowie die Industrie müssen einen einem Strang ziehen um weitere Erfolge zu erziehen. Zudem ist der saubere Rohstoff rar. Ob für Folien oder in der Textilindustrie – jeder will ihn. Für neue Recyclingflaschen bleibt ein Anteil von 30 % übrig.

Ersten Testphasen verdeutlichten den Erfolg

2018 führten REWE- und Pennymärkte deutschlandweit Tiefkühltragetasche aus 80 % Rezyklatkunststoff ein. Ein weiteres Paradebeispiel ist der Toom-„Premiumweiß“-Farbeimer. Er zeigt: Materialien aus dem gelben Sack bieten leichwertige Qualität. Seit 2011 ist er in Deutschlands Baumärkten zu finden. Seitdem verdanken wir ihm die Einsparung von 900 Tonnen CO2. Im Bereich der Reinungungsartikel stellte REWE die Verpackungen von drei Jahren auf Rezyklat um – davon 20 % aus dem gelben Sack.

Die durchaus positive CO2-Bilanz sowie die durchweg positive Reaktion der Kunden belegen: Es ist Zeit für einen Wandel.