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Die alternativen Ernährungsformen

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Die Nachfrage nach veganen oder vegetarischen Produkten steigt stetig. Nicht nur aus geschmacklichen, sondern auch aus ethischen und
gesundheitlichen Gründen schließen sich Menschen der veganen und vegetarischen Ernährung an. Der Grad des Verzichts ist jedoch verschieden. Er lässt sich grob in drei Gruppen unterteilen. Darüber hinaus gibt es Menschen, die aufgrund von Unverträglichkeiten auf Milch oder Gluten verzichten müssen. Was aber diese alternativen Ernährungsweisen
ausmachen, wird hier erklärt.

Der Vegetarismus

Immer mehr Menschen steigen auf eine fleischlose Kost um. Dieser Wandel gilt nicht allein dem Verzicht von Fleischgenuss, sondern ist auch eine ethische Haltung gegen eine unartgerechte Tierhaltung. Andere tierische Produkte wie Eier, Milchprodukte und Honig gehören zur vegetarischen Ernährung dazu, der Gebrauch von Schmalz oder Gelatine fällt jedoch weg.

Erstmals trat der englische Begriff „vegetarian“, also „fleischlos“, im Jahr
1839 auf. Davor sprach man von einer pflanzlichen Diät. Der Verzicht auf Fleisch und Fisch stellt kein gesundheitliches Risiko dar, wie etwa Mangelerscheinungen, wenn alternativ Lebensmittel verwendet werden, die das tierische Eiweiß und die im Fleisch enthaltenen Nähr- und Vitalstoffe ersetzen.

Der Veganismus

Der Veganismus ist wie der Vegetarismus nicht einfach eine Ernährungsform, sondern beschreibt eine Lebenseinstellung. Der Begriff Veganismus bildete sich um 1962 aus der Philosophie des Vegetarismus. Der Wortschöpfer Watson gründete die „Vegan Society“, eine Abspaltung der „Vegetarian Society“. Zu Beginn der veganen Bewegung verzichteten deren Anhänger auf den Konsum tierischer Nahrungsmittel.

Mittlerweile verzichten strikte Veganer komplett auf die Nutzung tierischer Produkte. Die „Vegan Society“ verfasste einen Leitsatz, der besagt, dass, soweit es praktisch durchführbar ist, alle Formen der Misshandlung von Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke vermieden werden sollte und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen gefördert werden müsse.

Der Flexitarismus

Flexitarier kann man auch als „Teilzeit-Vegetarier“ bezeichnen. Sie essen nur selten bzw. gelegentlich Fleisch, dann aber zumeist aus artgerechter Tierhaltung bzw. in Bio-Qualität. Massentierhaltung lehnen sie auch ab.

Auch sonst achten Flexitarier beim Lebensmitteleinkauf auf hohe Qualität und Regionalität. Strikte Dogmen oder gar Verbote sind ihnen dabei aber fremd. Vielmehr steht bei den meisten Flexitariern der gesunde Genuss im Vordergrund.

Gluten- oder Laktoseunverträglichkeit

Die Glutenunverträglichkeit oder auch Zöliakie stellt sich durch eine Überreaktion des Körpers – ähnlich aber nicht gleich einer Allergie – gegen das Klebereiweiß Gluten dar, welches in Getreide enthalten ist. Gleiches gilt für die Laktoseintoleranz.

Betroffene Menschen erleiden Reaktionen beim Genuss von Laktose, die in Milchprodukten vorkommt. Die gluten- oder laktosefreie Ernährung ist daher weniger eine Entscheidung, die jemand aus ethischen Gründen trifft, sondern eher ein notwendiges Übel.

Um aber den Menschen einen Genuss ohne großen Verzicht zu ermöglichen, hat die Lebensmittelindustrie tolle Alternativprodukte auf Basen entwickelt, die ohne die beiden Stoffe
auskommen.